Horst Werner – 60 Jahre Ehrenamt beim THW

Horst Werner ist sicher eines unserer ältesten ehrenamtlicher Mitglieder im Technischen Hilfswerk. Am 8. September 1957 trat er dem Luftschutzhilfsdienst (LSHD) bei, der später ins das Technische Hilfswerk integriert wurde. Damals war das THW noch sehr anders aufgestellt als heute. Horst Werner bekleidete in seiner langen Dienstzeit viele Positionen als Führungskraft, so z.B. auch als Bereitschaftsführer einer Bergungseinheit. Er konnte dadurch viel für das und mit dem THW bewirken. Herausgehobene Einsätze waren für ihn u.a. die Sturmflut des Jahres 1962, der Flugzeugabsturz in Bremen im Jahr 1966 oder eine Versorgungstour des THW 1991 nach St.Petersburg. Nicht unerwähnt darf bleiben, dass Horst Werner sein Hobby 17 Jahre lang auch zum Beruf gemacht hat. Er war hauptamtlich als Geschäftsführer in Bremen tätig. Noch heute wirkt er aktiv als Vorsitzender der THW-Landeshelfervereinigung Bremen e.V.. Mit seinem großen Erfahrungsschatz betreibt er seit vielen Jahren Lobbyarbeit für das THW in Bremen und auf Bundesebene. Insbesondere die Jugend im THW lag ihm dabei stets am Herzen und wurde deutlich von ihm gefördert.

Anlässlich einer Feier in den Räumen des OV wurde Horst Werner für seine 60jährige ehrenamtliche Tätigkeit im THW geehrt. Viele Gäste reisten dazu aus Bremen und dem Bundesgebiet an, um diesem Tag den angemessene Rahmen zu geben. So ehrten den Jubilar u.a. Frau Motschmann (MdB der CDU), Frau Ryglewski (MdB der SPD), sowie der Präsident des THW, Herr Albrecht Broemme oder die Landesbeauftrage für Bremen Niedersachsen, Frau Sabine Lackner. – Abends klang der Tag bei einem Grillfest mit THW-Angehörigen und Freunden des Ortsverbandes in gemütlicher Runde aus.

RF

 

 


Übungsfahrt auf der Weser

 

An einem Samstag im September führte unser Fachgruppe Wassergefahren eine aufwendige Übung durch, die Gruppenführer Stephan Wittrock ausgearbeitet hatte. Man traf sich um 16 Uhr in den Räumen des Ortsverbands und ging erst gegen Mitternacht wieder auseinander. Das Ziel war die Stadt Brake an der Unterweser. Im Hellen ging es hin und im Dunklen kam man zurück. Dazu wurden am frühen Abend zwei Mehrzweckarbeitsboote im Europahafen zu Wasser gebracht. Auf dem Weg nach Brake waren die zwei Bootsbesatzungen durch diverse Übungseinlagen  gefordert. In der ausgiebigen Pause an Land bekamen die Luchpakete unserer Küchencrew ihre Würdigung.

Gegen 22 Uhr brachen die beiden Boote zurück nach Bremen auf. Die Herausforderung lag nun im sicheren Befahren der Weser bei Dunkelheit. Die vielen Lichter auf und um das Wasser wollen wohl gedeutet werden. In Bremen angekommen mussten die Boote erst wieder aus dem Wasser geholt und sicher getrailert werden. Gegen Mitternacht war alles in den Räumlichkeiten unseres Ortsverbandes verstaut und man ging auseinander.

RF

 

 


Bailey-Brücke gebaut - 2017 Juni

Der Mai und Juni stand für unsere Fachgruppe Brückenbau im Zeichen einer großen Aufbauaktion. Unter Leitung von Gruppenführer Axel Jurk wurde eine sogenannte Bailey-Brücke mit einer Gesamtlänge von 9,20 m ganz in Ruhe im Rahmen der Ausbildung gebaut. Sie könnte bei einer Fahrbahnbreite von 3,20 m rund 8 Meter überbrücken. Die Brücke allein wiegt stattliche 11,2 Tonnen und könnte mit einem Fahrzeug von 30 Tonnen (BK30T) belastet werden. Im Einsatzfall würden 8 Helfer das Ganze in 14 Stunden zusammen bauen.

RF

 

 


Ölabwehrübung im Getreidehafen - 2017 Mai

Am 20. Mai 2017 trafen sich früh morgens 20 Helfer des THW OV Bremen- Süd, um Teil einer Ölabwehrübung auf Bremenebene zu sein. Mit daran beteiligt waren u.a. die Berufsfeuerwehr, die Freiwillige Feuerwehr oder das DLRG. Am späten Nachmittag war man nach getaner Arbeit wieder in der Unterkunft.

 

 Morgens, nach Eintreffen im Getreidehafen, wurde sofort mit der Ausübung der von uns zu verantwortenden Aufgaben im Rahmen einer Arbeitsteilung Vorort an der „Schadensstelle“ begonnen. Zum einen galt es für uns die Einsatzleitung zu unterstützen. Entsprechend nahmen Verbindungspersonen des THW unmittelbar dort ihre Aufgaben wahr. Zum anderen wurde mit dem Aufbau einer sogenannten "Dekon-P" begonnen. Das ist eine auf die Dekontamination von ölverschmierten Personen spezialisierte Gruppe. Sie ist im Rahmen der "örtlichen Gefahrenabwehr" in unserem Ortsverband stationiert. Was ist ihre Aufgabe? Diese Gruppe soll Personen, die direkt an der Bekämpfung eines Ölschadens beteiligt sind, hierfür speziell einkleiden. Nach getaner Arbeit werden die Personen dann von Ölrückständen gesäubert. So wird sichergestellt, dass weder sie noch die Umwelt Schäden davon tragen. Um das zu bewerkstelligen, verfügt unser Ortsveband über das entsprechende Spezialgerät.

Parallel dazu aber hatte unsere Küche schon lange ihre Arbeit im OV aufgenommen, um die Verpflegung für alle an der Übung Beteiligten sicher zu stellen.

Unser Fazit, die ständige Ausbildung am Gerät hat sich bezahlt gemacht. Unser Beitrag zu dieser Ölübung lief rund.

RF