Aktuelles aus dem Jahr 2017


Brückenwartung in Bremen-Nord

Zum Auftrag unserer Fachgruppe Brückenbau gehört nicht nur der behelfsmäßige Bau von Brücken, sondern auch deren Wartung.

Zur Vorgeschichte: Im März 2017 haben zwei Fachgruppen (FG) des Ortsverbandes Bremen-Süd, die FG Brückenbau und die FG Wassergefahren, gemeinsam eine SD-Behelfsbrücke erbaut. Der Grund war, dass eine alte Holzbrücke in Bremen-Nord, genauer gesagt in Lesumbrock, abgerissen werden musste. Die nun fehlende Brücke über die Lesum bedeutete die Anwohner, große Umwege in Kauf zu nehmen, um zu ihren Häusern zu gelangen. Auch der ansässige Golfclub profitierte vom Brückenbau des THW.

Jeden Monat wurde unsere Brücke kontrolliert, ob die Betriebssicherheit gewährleistet ist. Im November stand nun eine spezielle Wartung für den Winter unserer im Frühjahr erbauten Brücke an. An dieser wurden u.a. alle Teile auf ihren festen Sitz überprüft oder die Bolzen gefettet. Weiter wurden Schilder angebracht, die gerade zum bevorstehenden Betrieb im Winter wichtig sind. Das Wetter war nicht das tollste, aber was soll es. Es war halt realistisch für eine Katastrophenschutzeinheit.

RF


Freimarktsumzug 2017 – THW trägt zum Gelingen bei

Zum 982. mal hieß es in Bremen „Ischa Freimaak“. Zum „Bergfest Sonnabend“ fand zum 50sten mal der traditionelle Bremer Freimarktsumzug statt. Schon seit vielen Jahren leistet das THW mit den vereinten Kräften mehrerer Ortsverbände aus Bremen und umzu hier technische Hilfe.

 

Schon am Vorabend hieß es die verlasteten Gitter aus dem Lager in den Ortsverband Bremen-Süd zu bringen. So war gewährleistet, dass man am nächsten Tag ohne Verzögerungen loslegen konnte. Früh morgens trafen sich 122 Helfer aus sieben Ortsverbänden (Bremen-Süd, Bremen-Ost, Bremen-Nord, Bremen-Mitte, Wardenburg, Hude-Bookholzberg und Delmenhorst) deutlich vor sechs Uhr in ihren Unterkünften. Ab sechs Uhr dreißig galt es viele, viele Absperrgitter und Sicherungen entlang der Wegstrecke des Freimarktsumzugs sinnvoll zu platzieren. Unter Absprache mit der Polizei oder der Bremer Straßenbahn leitete der Ortsverband Bremen-Süd das Ganze federführend.

Die Log-V, also die Küche des Ortsverbands Bremen-Süd, stellte über den Tag für alle Helfer des THW die Versorgung sicher. Dazu wurde u.a. ein Verpflegungspunkt an der Brillkreuzung betrieben. Eigentlich sollte der leider kurz zuvor verstorbene Willi Block hier alle Fäden in der Hand haben. Dank seiner Vorarbeit war es für das eingespielte Team der Log-V kein Problem das leibliche Wohl der Helfer zu gewährleisten.

Während des Freimarktsumzugs sicherte das THW die Strecke mit ab. Immerhin zogen 148 verschiedene Themenwagen, Gruppen oder Spielmannszüge durch die Straßen an Tausenden von Zuschauern vorbei. Eines unserer Fahrzeuge fuhr sogar mit, aber am Schluss, um zur Not technische Hilfe leisten zu können.

Was vorher aufgebaut wurde, musste auch hinterher wieder abgebaut, verlastet und zurück zum Lager gebracht werden. Das war noch einmal ein hartes Stück Arbeit für alle beteiligten THW-Helfer. Und, das Ganze bei Regen. Den „Mädels“ und „Jungs“ vom THW macht das aber nichts, schließlich sind sie im Katastrohenschutz ehrenamtlich tätig. Gegen halb Fünf am Nachmittag war es dann geschafft und jeder konnte sich voller neuer Eindrücke nach Hause begeben.

RF



Wir trauern um Wilfried Block

Am 12. Oktober verstarb unerwartet unser langjähriger Kamerad und Freund Wilfried Block. Er war bis zum letzten Tag aktiv in unserem Ortsverband tätig.

Wir sind alle fassungslos und in Gedanken bei seiner Frau und seiner Familie.

Für alle Helferinnen und Helfer - Ortsbeauftragter Alexander Steinmeyer.


Übung in Polen mit Hochleistungspumpen (HCP)

Etliche Helfer unseres Ortsverbands sind nicht nur in die Gefahrenabwehr in Deutschland, sondern auch im Ausland mit eingebunden. Das setzt viele Stunden überregionale zusätzliche Ausbildung und Lehrgänge voraus, aber auch Impfungen oder Gesundheitschecks. Gordon Gölzner, in unserem Ortsverband Gruppenführer einer Bergungsgruppe, ist einer von diesen THW-Auslandsexperten. Er ist im Bereich des „High Capacity Pumping Modules (HCP)“ tätig.

Vom 3. bis zum 6. Oktober 2017 fand in Polen eine wichtige Übung für Hochleistungspumpen im THW statt, die sich über mehrere Orte erstreckte. Sulecin, Lubniewice und Gorzow liegen rund 50 Kilometer von Frankfurt an der Oder entfernt, also eben über die Oder weg. Es war nicht nur einfach eine sehr fordernde und realistische Übung. Nein, es ging richtig um etwas, nämlich um die internationale Zertifizierung des „HCP Nord“. Diese THW-Gruppe fuhr mit ihren Hochleistungspumpen gen Polen. Sie hatten zwei Hannibal Pumpen, die je 5000 Liter Wasser die Minute fördern können, und eine DIA Pumpe mit einer Leistung von 15000 Litern pro Minute mitgenommen. Zum Vergleich, eine gute Gartenpumpe liegt bei etwa 4000 Litern pro Stunde.

Vor Ort gab es dann zwei Einsatzstellen. Einmal galt es einen Parallelbetrieb der drei Pumpen an einem See aufzubauen und aufrecht zu erhalten. Zum anderen musste eine 1500 Meter lange Pumpenstrecke im Tandembetrieb mit einer Hannibal und der DIA Pumpe aufgebaut werden.

Wie schon erwähnt, das war keineswegs Urlaub für die beteiligten Helfer. Es wurde ein Auslandseinsatz simuliert, mit allen Tücken, die auftreten können. Das meint technischer, wie menschlicher Natur. Keiner der Helfer sprach Polnisch, also war man auf einen Dolmetscher angewiesen. Die Unterbringung war alles andere als nobel. Es waren große, einfache Zelte. Das Essen war keine 3-Sterne-Küche, sondern eine Woche lang pro Kopf und pro Tag eine Einmannration, ein sogenanntes EPA. Das Essen wurde durchaus auch mal am Auspuffrohr erwärmt, wenn es nicht anders ging. Einen Acht-Stunden-Tag, den gab es nicht. Unser Gordon Gölzner musste einmal 30 Stunden am Stück wach sein, um seine Aufgaben erledigen zu können. Alles im allem eine sehr realistische Einsatzübung. Und, das Beste, die THW-HCP Nord-Gruppe hat ihre Zertifizierung bestanden - Glückwunsch! Sie dürfen also ab sofort, egal wohin auf der Welt, in den Einsatz.

RF


THW-Brücke für die Deutsche Bahn

An der ungewöhnlich realistischen Übung waren mehrere THW Ortsverbände beteiligt. Unsere Fachgruppe Brückenbaugruppe (BRB) war eine von insgesamt acht aus dem gesamten Bundesgebiet, die für die Deutsche Bahn eine Behelfsbrücke bauten. Nur durch die Mitarbeit etlicher anderer Fachgruppen und Ortsverbände war diese Arbeit zu meistern. Der Brückenschlag ging über den Fluss Ochtum zwischen Dreye und Kirchweyhe in der Nähe Bremens. Das Besondere, sie wird bis zum April 2019 tatsächlich von Zügen regelmäßig befahren werden. Entsprechend stabil musste diese Behelfsbrücke in zwei Wochen Bauzeit ausfallen. Sie ist 48 Meter lang und 200 Tonnen schwer. THW-Präsident Albrecht Broemme lies es sich nicht nehmen, diese außergewöhnliche Zusammenarbeit von THW, Deutscher Bahn und dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur selbst in Augenschein zu nehmen.

RF

Präsident Albrecht Broemme auf der Baustelle (vorn, blaue Jacke), links neben ihm unser Gruppenführer BRB, Axel Jurk


Wasserausbildung auf der Oberweser

Den letzten Samstag im September nutze unsere Fachgruppe Wassergefahren nochmal zur praktischen Ausbildung auf dem Wasser. Es galt besondere Situationen des Wasserdienstes zu üben. Hierzu diente die Weser oberhalb von Bremen zwischen Dreye und Achim als Übungsraum. So lernten unsere Helfer ganz nebenbei das Revier kennen. Aber, insbesondere ging es um verschiedenste An- und Ablegemanöver. Auch die Reaktion auf das Komando „Mann über Bord“ wurde ausgiebig geübt.

Als nicht ganz so einfach wie man meinte, stellte sich der Transport verletzter Personen auf dem Boot dar. Boot und Steg wackelten z.B. nicht wirklich sinnvoll im Takt. Den „Verletzten“ wollte man dabei auch nicht ausversehen ins Wasser werfen. Das Üben dieser speziellen Situation war in Hinblick auf eine Einsatzsituation wahrlich wichtig.

Die fünf teilnehmenden Helfer unseres OV waren sich einig, das war eine spannende Tagesausbildung bei recht gutem Wetter.

RF


OV-übergreifende Grundausbildung in unserem Ortsverband

Die grundlegende Ausbildung des Helfernachwuchses ist unserem Ortsverband sehr wichtig. Um hier eine hohe Qualität gewährleisten zu können, haben sich mehrere THW-Ortsverbände dafür zusammengeschlossen. Diese ortsverbandübergreifende Grundausbildung fand im September und Oktober an drei Wochenendtagen im Ortsverband Bremen-Süd statt. Am ersten Sonnabend kümmerten sich drei Ausbilder um die 24 Helferanwärter. Ein wichtiges Thema war der Umgang mit einer psychisch belastenden Situation im Einsatz des THW. Dann käme nämlich das Einsatznachsorgeteam ins Spiel (ENT).

Deutlich theoretisch ging es auch am Nachmittag bei schönem Wetter weiter. Thematisiert wurde der Umgang und das Verhalten in Einsatzsituationen mit gefährlichen Stoffen, wie z.B. chemischen (CBRN). Man denke hier mal an einen Einsatz bei dem ein Lkw mit Gefahrgut beteiligt ist.

Am ersten Oktoberwochenende ging es für die Helferanwärter in die Praxis. An den zwei Tagen erlernte man intensiv den grundlegenden Umgang mit den Maschinen und Werkzeugen des THW. An Ausbildungsstationen wurden u.a. die Themenkomplexe Umgang mit Leitern, Stiche und Bunde (laienhaft ausgedrückt Knoten machen) oder die Absicherung einer Schadenstelle erlernt.

Stets kümmerte sich unser Verpflegungstrupp (LoG-V) um das leibliche Wohl aller THW-Helferinnen und Helfer.

RF


Horst Werner – 60 Jahre Ehrenamt beim THW

Horst Werner ist sicher eines unserer ältesten ehrenamtlicher Mitglieder im Technischen Hilfswerk. Am 8. September 1957 trat er dem Luftschutzhilfsdienst (LSHD) bei, der später ins das Technische Hilfswerk integriert wurde. Damals war das THW noch sehr anders aufgestellt als heute. Horst Werner bekleidete in seiner langen Dienstzeit viele Positionen als Führungskraft, so z.B. auch als Bereitschaftsführer einer Bergungseinheit. Er konnte dadurch viel für das und mit dem THW bewirken. Herausgehobene Einsätze waren für ihn u.a. die Sturmflut des Jahres 1962, der Flugzeugabsturz in Bremen im Jahr 1966 oder eine Versorgungstour des THW 1991 nach St.Petersburg. Nicht unerwähnt darf bleiben, dass Horst Werner sein Hobby 17 Jahre lang auch zum Beruf gemacht hat. Er war hauptamtlich als Geschäftsführer in Bremen tätig. Noch heute wirkt er aktiv als Vorsitzender der THW-Landeshelfervereinigung Bremen e.V.. Mit seinem großen Erfahrungsschatz betreibt er seit vielen Jahren Lobbyarbeit für das THW in Bremen und auf Bundesebene. Insbesondere die Jugend im THW lag ihm dabei stets am Herzen und wurde deutlich von ihm gefördert.

Anlässlich einer Feier in den Räumen des OV wurde Horst Werner für seine 60jährige ehrenamtliche Tätigkeit im THW geehrt. Viele Gäste reisten dazu aus Bremen und dem Bundesgebiet an, um diesem Tag den angemessene Rahmen zu geben. So ehrten den Jubilar u.a. Frau Motschmann (MdB der CDU), Frau Ryglewski (MdB der SPD), sowie der Präsident des THW, Herr Albrecht Broemme oder die Landesbeauftrage für Bremen Niedersachsen, Frau Sabine Lackner. – Abends klang der Tag bei einem Grillfest mit THW-Angehörigen und Freunden des Ortsverbandes in gemütlicher Runde aus.

RF

 

 


Übungsfahrt auf der Weser

 

An einem Samstag im September führte unser Fachgruppe Wassergefahren eine aufwendige Übung durch, die Gruppenführer Stephan Wittrock ausgearbeitet hatte. Man traf sich um 16 Uhr in den Räumen des Ortsverbands und ging erst gegen Mitternacht wieder auseinander. Das Ziel war die Stadt Brake an der Unterweser. Im Hellen ging es hin und im Dunklen kam man zurück. Dazu wurden am frühen Abend zwei Mehrzweckarbeitsboote im Europahafen zu Wasser gebracht. Auf dem Weg nach Brake waren die zwei Bootsbesatzungen durch diverse Übungseinlagen  gefordert. In der ausgiebigen Pause an Land bekamen die Luchpakete unserer Küchencrew ihre Würdigung.

Gegen 22 Uhr brachen die beiden Boote zurück nach Bremen auf. Die Herausforderung lag nun im sicheren Befahren der Weser bei Dunkelheit. Die vielen Lichter auf und um das Wasser wollen wohl gedeutet werden. In Bremen angekommen mussten die Boote erst wieder aus dem Wasser geholt und sicher getrailert werden. Gegen Mitternacht war alles in den Räumlichkeiten unseres Ortsverbandes verstaut und man ging auseinander.

RF

 

 


Bailey-Brücke gebaut - 2017 Juni

Der Mai und Juni stand für unsere Fachgruppe Brückenbau im Zeichen einer großen Aufbauaktion. Unter Leitung von Gruppenführer Axel Jurk wurde eine sogenannte Bailey-Brücke mit einer Gesamtlänge von 9,20 m ganz in Ruhe im Rahmen der Ausbildung gebaut. Sie könnte bei einer Fahrbahnbreite von 3,20 m rund 8 Meter überbrücken. Die Brücke allein wiegt stattliche 11,2 Tonnen und könnte mit einem Fahrzeug von 30 Tonnen (BK30T) belastet werden. Im Einsatzfall würden 8 Helfer das Ganze in 14 Stunden zusammen bauen.

RF

 

 


Ölabwehrübung im Getreidehafen - 2017 Mai

Am 20. Mai 2017 trafen sich früh morgens 20 Helfer des THW OV Bremen- Süd, um Teil einer Ölabwehrübung auf Bremenebene zu sein. Mit daran beteiligt waren u.a. die Berufsfeuerwehr, die Freiwillige Feuerwehr oder das DLRG. Am späten Nachmittag war man nach getaner Arbeit wieder in der Unterkunft.

 

 Morgens, nach Eintreffen im Getreidehafen, wurde sofort mit der Ausübung der von uns zu verantwortenden Aufgaben im Rahmen einer Arbeitsteilung Vorort an der „Schadensstelle“ begonnen. Zum einen galt es für uns die Einsatzleitung zu unterstützen. Entsprechend nahmen Verbindungspersonen des THW unmittelbar dort ihre Aufgaben wahr. Zum anderen wurde mit dem Aufbau einer sogenannten "Dekon-P" begonnen. Das ist eine auf die Dekontamination von ölverschmierten Personen spezialisierte Gruppe. Sie ist im Rahmen der "örtlichen Gefahrenabwehr" in unserem Ortsverband stationiert. Was ist ihre Aufgabe? Diese Gruppe soll Personen, die direkt an der Bekämpfung eines Ölschadens beteiligt sind, hierfür speziell einkleiden. Nach getaner Arbeit werden die Personen dann von Ölrückständen gesäubert. So wird sichergestellt, dass weder sie noch die Umwelt Schäden davon tragen. Um das zu bewerkstelligen, verfügt unser Ortsveband über das entsprechende Spezialgerät.

Parallel dazu aber hatte unsere Küche schon lange ihre Arbeit im OV aufgenommen, um die Verpflegung für alle an der Übung Beteiligten sicher zu stellen.

Unser Fazit, die ständige Ausbildung am Gerät hat sich bezahlt gemacht. Unser Beitrag zu dieser Ölübung lief rund.

RF