Die Geschichte des THW OV Bremen-Süd

Am 1. September 1958 wurde der damalige THW Ortsverband (OV) Bremen in drei Abschnitte aufgeteilt.

Auf der linken Weserseite entstand der Abschnitt Bremen-Süd. Willi Hermann leitete hier anfangs die Ausbildung. Sie fand in einer Ruine an der Bürgermeister-Smidt-Straße statt.

Schon Ende des Jahres 1959 zog man in den Keller des Hauses Niedersachsendamm 53 um. In der Amtszeit des Ortsbeauftragten Carl Robert Herbst, der den THW OV Bremen seit dem 1. Oktober 1960 leitete, zog der Abschnitt Bremen-Süd nochmals um. Seine neue Unterkunft wurde in die ehemals kaiserliche Kaserne an der Schulstraße verlegt. Heute steht hier übrigens ein Hallenbad.

Am 15. November 1962 wurde der Abschnitt Bremen-Süd des OV Bremen zu dem selbständigen THW Ortsverband Bremen-Neustadt. Er wurde formal am 7. Dezember dieses Jahres gegründet.

Erster Ortsbeauftragter wurde Carl Robert Herbst, erster Ausbildungsleiter Horst Werner. Im Jahr 1964 wurde der THW „Ortsverband“ Bremen-Neustadt in „Bezirksverband“ (BV) umbenannt. Der „Ortsbeauftragte“ (OB) wurde nun automatisch auch zum „Bezirksbeauftragten“ (BB).

Nach dem tragischen, tödlichen Unfall von Carl Robert Herbst wurde Johann Sudmann im Jahr 1965 der neue Bezirksbeauftragte für das THW Bremen-Neustadt. Zwei weitere Umzüge folgten, einmal zum Huckelrieder Platz und dann zur Kornstraße 283.

Einschneidende organisatorische Veränderungen brachte das Erweiterte Katastrophenschutzgesetz von 1968 mit sich. Seit 1957 leisteten viele Helfer in Bremen in zwei Katastrophenschutzorganisationen parallel Dienst, nämlich dem damaligen Luftschutzhilfsdienst (LSHD) und der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW).

Mit der neuen gesetzlichen Grundlage musste sich aber jeder für eine Organisation entscheiden, in der man arbeiten wollte. Es traten wahrlich nicht alle ihren Dienst beim THW im Bezirksverband Bremen-Neustadt an, sondern entschieden sich für den LSHD, der später in ZB (Ziviler Bevölkerungsschutz) umbenannt wurde. Er war damals weit besser ausgestattet als die vergleichbaren THW-Einheiten.

Mit dem Erweiterten Katastrophenschutzgesetz von 1968 änderte sich aber auch die Zusammensetzung der Helferschaft des Bezirksverbandes Bremen-Neustadt. Nun konnten sich Helfer hier auf eine zehnjährige Mitarbeit beim THW verpflichten und dafür vom Wehrdienst freigestellt werden. Jeder so Verpflichtete bekam eine sog. STAN-Stelle in einem der THW-Einsatzzüge.

Anfang 1973 stellte der BV Bremen-Neustadt drei solcher Züge in Bremen, aus ihnen erwuchsen später zwei Bergungszüge der 4. Bergungsbereitschaft und ein Instandsetzungszug.

Seit Dezember 1972 hatte der BV Bremen-Neustadt keinen Bezirksbeauftragten. Der damalige Geschäftsführer Helmut Jochmann überbrückte diese „führungslose“ Zeit. Erst am 1. Juli 1973 übernahm Lothar Dziomba das Amt des Bezirksbeauftragten, welches er bis Ende Februar 1976 inne hatte. Erst am 1. März 1978 übernahm Hermann Sedlatschek dieses Amt, der dies schon seit einiger Zeit kommissarisch versah.

Anfang 1978 wurde der Name „Bezirksverband“ wieder in „Ortsverband“ umbenannt. In diesem Jahr bezog der Ortsverband Bremen-Neustadt seine heutige und damals neuerbaute Unterkunft am Seesenthom 2. Parallel dazu verbesserte sich die Ausstattung des Instandsetzungszuges deutlich. Dieser Zug bekam u.a. eine Neuzuweisung von sechs Fahrzeugen und Gerät. Im Jahr 1978 lagen weitere, tief greifende Änderungen an. Am 1. April traten 130 Helfer der ehemaligen Regieeinheiten des Zivilen Bevölkerungsschutzes der 3. Bergungsbereitschaft mit insgesamt drei Zügen sowie mit ihren kompletten Geräte- und Fuhrpark in den THW Ortsverband Bremen-Neustadt über. Der Ortsverband umfasste nun rund 350 Helfer, die in einer Führungsgruppe Bereitschaft, fünf Bergungszügen, einem Instandsetzungs-, einem Fernmeldezug, eine Pontongruppe sowie zwei Fernmeldezentralen HVB Dienst taten. Ein Jahr später kamen noch eine Technische Einsatzleitung (TEL) und eine Lotsen- und Erkundungsgruppe hinzu. Zwei Führungskräfte trugen diese Zusammenführung. Das waren Horst Werner, als Bereitschaftsführer der ehemaligen Regieeinheiten, und Hermann Sedlatschek, als Ortsbeauftragter des THW OV Bremen-Neustadt.

Der OV hatte nun zwei Anschriften, nämlich Seesenthom 1 und Seesenthom 2 auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Im Jahr 1980 wurde von diesem mittlerweile sehr großen THW Ortsverband Bremen-Neustadt der THW OV Bremen-Huchting abgeteilt.

Er umfasste ursprünglich zunächst wieder die ehemalige 3. Bergungsbereitschaft mit drei Bergungszügen. Später wurde ein Bergungszug abgezogen, man bekam aber eine Brückenbaugruppe dazu.

Sein erster Ortsbeauftragter wurde Klaus Köhler, der im Oktober 1987 von Carsten Buschmann, der wiederum am 13. Oktober 1990 von Wolfgang Schwier abgelöst wurde.

Ortbeauftragter des OV Bremen-Neustadt war mittlerweile seit dem 02.07.1983 Ralph Heuer.

Bremensie:

Die beiden Ortverbände Bremen-Huchting und Bremen-Neustadt lagen in einer Straße; einer mit Hausnummer 1 auf der linken und der andere unter der Hausnummer 2 auf der rechten Straßenseite.

Politische Umstände, die die Helferzahlen und Einheiten des THW bundesweit reduzierten und veränderten führten am 1.Juli 1995 zu einer Fusion der erst 1980 geteilten beiden Ortsverbände zum neuen THW Ortsverband Bremen-Süd.

Den beiden Ortsbeauftragten oblag es nun, wieder zusammen zu führen, was schon einmal zusammengefügt wurde.

Erster Ortsbeauftragter wurde Wolfgang Schwier, Ralf Heuer sein Stellvertreter. Im Frühjahr 2007 umfasst der THW Ortsverband Bremen-Süd folgende Einheiten:

ein Technischer Zug mit zwei Bergungsgruppen, eine mit Abstützsystem Holz (ASH), je eine Fachgruppe Brückenbau und Wassergefahren, sowie einen Verpflegungstrupp, der im Einsatzfall für die Verpflegung innerhalb des Geschäftsführerbereiches Bremen tätig wird. Insgesamt leisten hier heute rund 90 aktive Helfer ihren Dienst.